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Eine neue Marke zu etablieren ist immer eine Herausforderung für Marketing Abteilungen. Daher ist es immer wieder eine lehrreiche Angelegenheit, wenn es gelingt. Dann lassen sich im Nachhinein Analysen erstellen und Lektionen daraus ableiten für andere Firmen. Eine solche Marke ist das Unternehmen MCA Furniture. MCA Furniture gibt es erst seit dem Jahr 2007. Sie ist bekannt geworden für ihre Möbel, die zugleich modern und doch traditionell sind. Man hatte sich mit der Produktpalette auf eine bestimmte Klientel fokussiert und hatte Erfolg. Wir versuchen nachzuzeichnen, wie MCA Furniture dabei vorgegangen ist. Dabei zeigen wir auf, welche strategischen Entscheidungen dazu geführt haben, dass man bis heute den Umsatz vervielfacht hat und zu einer bedeutenden Größe am Markt geworden ist.

MCA Furniture – kurze Geschichte des Anbieters

Es gab einst den Konzern Schieder Möbel Holding aus Nordrhein-Westfalen. Zu seiner besten Zeit war er der größte Möbelhersteller Europas. Gegründet wurde Schieder im Jahr 1964. Die Dinge entwickelten sich gut und man expandierte nach Polen, Italien, Russland usw. Am Ende unterhielt die Firma 41 Standorte in Europa und Asien. Ungefähr 11.000 Mitarbeiter standen auf der Gehaltsliste. Doch mit der Zeit wurden im Management immer mehr Fehler gemacht. Konkurrenten setzen dem Geschäft zu. Bis im Jahr 2007 die Insolvenz angemeldet werden musste. So löste sich die Schieder Gruppe auf. Im Nachhinein wurden sogar Bilanzfälschungen aufgedeckt.

Aus dieser Insolvenzmasse heraus bildete sich die Marke MCA Furniture. Betrieben wird sie von der MCA Furniture GmbH. Es handelt sich also um eine deutsche Firmierung, die mit ihrem Namen und ihrem Sortiment sehr international ausgerichtet ist.

MCA Furniture – das Geheimnis ihres Erfolges

Anhand der Historie der MCA Furniture GmbH zeigt sich, dass der Grundstein für Erfolg schon bei der Gründung gelegt wurde. Und zwar deshalb, weil die MCA Furniture GmbH von ehemaligen Leuten der Schieder Gruppe herausgekauft wurde. Somit war man nicht nur einfach ein Laden, der ohne jegliche Vorahnung ein Geschäft betreibt. Stattdessen hatte die Firma Leute in ihren Reihen, die auf eine breite Expertise im Bereich Möbel zurückgreifen konnten. Sie hatten Kontakte zu Lieferanten und verfügten auch über reichlich Erfahrung im Bereich der Vertriebswege. Kontakte und Branchenerfahrung – sie sind bei jeder Unternehmensgründung ein hilfreicher Booster.

Warum Holz in der Ökobilanz überzeugt – Holzistgenial.at

Im zweiten Schritt musste die Marke MCA Furniture dann mit „Content“ gefüllt werden. Anders gesagt: es fand eine Positionierung statt. Dabei wird im Marketing festgelegt, welche Zielgruppe mit dem Sortiment erreicht werden soll. Bei MCA Furniture hat man sich dazu entschieden, sich im Premium Bereich zu engagieren und zu einem Top Anbieter zu werden. Die Möbel sollten modern und elegant zugleich sein. Ein Schwerpunkt war das Thema Massivholz. Dieser Markt begann sich zu der Zeit gut zu entwickeln. In den Folgejahren richtete man alle Aktivitäten gezielt auf dieses Konzept aus. Der Erfolg stellte sich schnell ein.

Der Markt für Massivholzmöbel – die Hintergründe

Es zeigte sich, dass MCA Furniture im Jahr 2007 gleich auf das richtige Pferd gesetzt hatte. Damals war der Markt für Möbel aus Massivholz bereits am wachsen und tut es heute noch. Tische, Stühle und Schränke aus diesem Material erlebten gerade einen Boom. Grund dafür ist, dass Massivholz bestimmte Eigenschaften mit sich bringt, die normale, lackierte Einrichtungsgegenstände aus Sägespäne und Pressholz nicht mit sich bringen:

Massivholz sieht ungeheuer schön aus. Man erkennt in der Oberfläche, dass die Möbelstücke aus ganzen Holzstücken gefertigt werden. Viele Kunden erleben die Optik als sher natürlich und besonders edel.

Das Material ist besonders stabil und fest. Stühle, Tische und Schränke haben eine deutlich bessere Beständigkeit als Einrichtungsgegenstände aus der üblichen Massenfertigung. Damit ist das Preis-Leistungsverhältnis langfristig noch besser als beim Discounter.

Naturholz hat die Eigenschaft Feuchtigkeit zu speichern, wenn es unbehandelt ist. Wer sein Wohnzimmer mit einem Esstisch, Stühlen und Schränken aus diesem Werkstoff einrichtet, der spürt den Unterschied im Winter. In der kalten Jahreszeit wird die Luft trocken. Doch aus dem Holz wird Feuchtigkeit freigesetzt. Damit ist das Raumklima viel besser.

Es ist eine subjektive Sache, aber den speziellen Look von Möbeln aus Naturholz empfinden viele Kunden als besonders angenehm. Untersuchungen zeigen, dass er als eine Mischung aus modern, schlicht und doch traditionell zugleich erachtet wird. Zudem auch als hochwertig, beständig und heimelig. Als MCA Furniture auf den Zug aufgesprungen ist, hatte man genau die richtige Wahl getroffen.

MCA Furniture – das Logo

Entsprechend der Positionierung in Sachen Marke, ist auch das Logo von MCA Furniture zu interpretieren. Es beginnt mit dem Schriftzug MCA in Großbuchstaben. Rechts unten in Kleinbuchstaben „furniture“ und dann wiederum rechts unten davon zwei Balken, die sich kreuzen.

Experten würden sagen es ist ein typisches Logo, welches zu einem Premium Hersteller passt. Es ist minimalistisch und doch unerhört elegant. Ein kurzer Blick genügt und schon bekommt man das Gefühl es mit einem hochwertigen Anbieter zu tun zu haben. Was Konzeption und Design angeht muss man sagen: Eins mit Sternchen. Da hat das Marketing ganze Arbeit geleistet.

MCA Furniture – das Produktportfolio

In dieser Hinsicht wurde sehr vorsichtig vorgegangen. Man konzentrierte sich in erster Linie auf Produkte, deren Herstellung relativ einfach lösbar ist. Dazu sind zum Beispiel Stühle und Tische fürs Esszimmer gut geeignet. Es sind Produkte, deren Komplexität nahezu bei Null liegt. Ihre Produktion erfordert nur wenige Maschinen. Auf diese Weise konnten früh gute Umsätze erzielt werden, ohne das riesige Investitionen in Fabrikanlagen erforderlich waren. Somit hat das Management offenbar sehr klug und umsichtig agiert. Keep it simple – war wohl die Losung und es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Anschließend ist man dazu übergegangen schrittweise immer mehr Erzeugnisse einzuführen, um das Angebot zu ergänzen. Auch hier die einfachen Dinge zuerst. Dazu gehören neben Stühlen und Esstischen zum Beispiel Couchtische oder Sideboards, kleine Schränke, Kommoden usw. So entdeckten die Kunden die Marke mit der Zeit und lernten die Qualität schätzen. Mit einem guten Image im Hintergrund laufen die Dinge natürlich immer einfacher. Man ging dazu über auch im Bereich Schwingstühle und Polstermöbel mitzumischen. Heute gliedert sich das Angebot wie folgt:

  • Wohnen uns Speisen
  • Modernes Landhaus
  • Stühle
  • Tische
  • Barmöbel
  • Foyer
  • Young

MCA Furniture – die Vertriebswege

Wie erwähnt, haben die Manager von MCA Furniture jede Menge Erfahrung aus der Zeit der Schieder Gruppe mitgebracht. Dieser Background machte sich schnell bezahlt. Es konnten früh die ersten Kunden gefunden werden. Das waren Möblehäuser, die nicht alles selbst produzieren. Sie beziehen einige ihrer Produkte von Lieferanten, ohne sie als ihre eigenen Erzeugnisse auszuweisen. Dadurch konnte sich der Markenname MCA eine eigenständige Identität aufbauen, die bei Käufern hoch geschätzt wird.

Mit Hilfe der Händlerketten war es relativ einfach sich ein großes Publikum zu verschaffen. Wenn jemand für einen den internationalen Vertrieb übernimmt, dann baut sich auch im Ausland eine gewisse Bekanntheit auf.

Bei diesem Konzept ist man bei MCA bis heute geblieben. Anstatt sich mit der Komplexität von Versand und Logistik zu beschäftigen, überlässt man den Verkauf anderen. Alles machen die Handelspartner, es gibt keinen eigenen Webshop.

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